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Initiative zum Schutz und Werterhalt der oberösterreichischen Kanalisation

Rund 4,3 Milliarden Euro wurden seit 1960 in Oberösterreich in diese für den Wohlstand grundlegende Infrastruktur investiert. Der sogenannte Anschlussgrad, der darstellt, wie viele Einwohner/innen in Bezug auf die Gesamtbevölkerung an eine öffentliche Kanalisation angeschlossen sind, beträgt in Oberösterreich bereits mehr als 88 Prozent.

Dem steht jedoch gegenüber, dass diese unterirdischen und kostspieligen Leitungslängen und Anlagen(teile) von der Bevölkerung nur wahrgenommen werden, wenn sie nicht funktionieren oder Geruchsprobleme hervorrufen und daher imagemäßig eher negativ besetzt sind. Außerdem wird der Kanal in vielen Fällenmissbräuchlich als „billige Müllentsorgung“ (= Fehlwürfe) sowie für das widerrechtliche Einleiten von Oberflächen- bzw. Drainagewasser in einen Schmutzwasserkanal (= Fremdwassereinleitungen) verwendet.

Das führt zu enormen – nicht notwendigen – Kosten, die durch Kanalgebühren finanziert werden müssen. In Summe können diese vermeidbaren Kosten mit 7 Millionen Euro pro Jahr beziffert werden. Dazu kommen noch Folgeschäden in den Haushalten durch Rückstau, Verstopfungen und die Einschränkung der Funktionsfähigkeit.

hasenleithner

(v.l.n.r.): Dr. Peter Schweighofer (LINZ AG – Abwasser), DI Christian Hasenleithner (WDL GmbH), LAbg. Ulrike Schwarz und Hofrat Dipl.-Ing. Gerhard Fenzl (Land OÖ, Abteilung Oberflächengewässerwirtschaft) bei der Präsentations der Informationsoffensive „Denk‘ KLObal, schütz‘ den Kanal!“ auf der Damentoilette des Neuen Linzer Musiktheaters.