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Auch Landeshauptmann Dr. Pühringer und Landtagsabgeordnete Schwarz denken „KLObal“

(LK) Seit Anfang Oktober klärt die Informationsoffensive „Denk‘ KLObal, schütz´ den Kanal!“ darüber auf, dass uns so mancher Spülgang in Oberösterreichs WCs teuer zu stehen kommt. Speisefette und Öle, Hygieneartikel, Feuchttücher, Essensreste, Katzenstreu, Medikamente und vieles mehr werden täglich bequem über das WC in den Kanal entsorgt.

Diese Fremdkörper belasten die Kanalsysteme und Kläranlagen enorm, verursachen Verstopfungen und unangenehme Gerüche sowie Schäden an Maschinen. Die Folgen sind ein erhöhter Wartungsaufwand, kostspielige Reparaturen und zusätzlicher Entsorgungsaufwand. Die dadurch entstehenden Mehrkosten in Millionenhöhe schlagen sich direkt in den Geldbörsen der Bürger/innen nieder – sie werden mit den Kanalbenützungsgebühren eingehoben.

Als erste von vielen verschiedenen Aktionen im Rahmen der Offensive wurden den oberösterreichischen Gemeinden sogenannte Bürgermeister/innenpakete mit Informationsmaterialien für die Gemeindebürger/innen zur Verfügung gestellt. Zahlreiche sehr positive Rückmeldungen aus den Gemeinden zeugen von der Notwendigkeit, das Thema öffentlich und offensiv anzusprechen. In ersten Informationsveranstaltungen wurden folgende Fragen behandelt:

  • Wussten Sie, dass bei unsachgemäßer Entsorgung von Medikamenten, Chemikalien, Desinfektionsmitteln etc. die Kläranlagen das Abwasser nicht vollständig reinigen können und so giftige Substanzen in unsere Flüsse und Bäche gelangen?
  • Sind Sie sich bewusst, dass die Pumpen im Kanalsystem mit Feuchttüchern nicht fertig werden?
  • Wussten Sie, dass Fette und Hygieneartikel im Kanal häufig Verstopfungen und Reparaturen verursachen?

Die Offensive „Denk‘ KLObal, schütz´ den Kanal!“ des Umweltressorts des Landes Oberösterreich geht auf eine Initiative von Landesrat Rudi Anschober zurück. In Kooperation mit WDL Gmbh und LINZ AG zeigt sie auf, wie jede/r Einzelne dazu beitragen kann, die Umwelt zu schützen, das Kanalsystem zu schonen und die Gebühren auf leistbarem Niveau zu halten. Vermeintlich billige Abfallentsorgung über den Kanal erscheint auf den ersten Blick bequem, ist aber teuer und vor allem nicht zulässig! Die Initiative soll die Bürgerinnen und Bürger informieren und für das Thema sensibilisieren sowie zu nachhaltigem Handeln anregen.

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und Landtagsabgeordnete Ulrike Schwarz haben sich bei einer ersten Zwischenbilanz von der Notwendigkeit der Informationsoffensive „Denk‘ KLObal, schütz´ den Kanal!“ überzeugt. Landeshauptmann Dr. Pühringer: „Eine gute Sache für eine unsichtbare, aber unverzichtbare Infrastruktureinrichtung!“ LAbg. Schwarz: „Wasser ist das Lebenselixier Nummer 1, und das müssen wir schützen. Dazu braucht es Initiativen wie diese!“

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(v.l.n.r.): Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer; Landtagsabgeordnete Ulrike Schwarz; Hofrat Dipl-Ing. Gerhard Fenzl, Land OÖ, Abteilungsleiter Oberflächengewässerwirtschaft